Herzlich Willkommen

Schön, dass Sie sich für unsere Kirchengemeinde interessieren. 

Aktuelle Handhabung von Veranstaltungen
19.3.2020: Die Konfirmation am 19. April ist abgesagt. Wir geben so schnell wie möglich den Ersatztermin bekannt, er soll im Herbst sein.
 
In nächster Zeit dürfen keine Veranstaltungen in unseren kirchlichen Räumen stattfinden. Der Elternabend für die Konfirmation, der Chor, der gesellige Nachmittag und das Gesprächsfrühstück sind bis auf Widerruf abgesagt. Auch die Gottesdienste und Passionsandachten dürfen wir nicht halten. Das schmerzt jetzt in der Passions- und Osterzeit besonders.  Wir laden Sie ein, Gottesdienste im Radio und Fernsehen zu verfolgen. Ich ermutige Sie dazu, eine Kerze anzuzünden und für die Dauer des jeweiligen Gottesdienstes nichts anderes nebenbei zu tun. Ich hoffe, Sie finden so Ruhe und Zuspruch, auch wenn ein Gottesdienst im Radio oder Fernsehen die persönlichen Kontakte in der eigenen Kirchengemeinde nicht ersetzt. Wir prüfen derzeit, ob wir auf NEC-TV Gottesdienste oder zumindest Andachten aus dem neustadter Kessel senden können, so dass wir virtuell miteinander Gottesdienst in vertrauter Umgebung feiern können.  
Konfirmanden und Konfirmandinnen, die noch nicht genug Unterschriften gesammelt haben, werden trotzdem konfirmiert. 
 
Trauerfeiern und Beerdigungen dürfen nicht mehr in der Friedhofshalle stattfinden, sondern nur noch am Grab und nur im engsten Familienkreis. Auch das kann ein würdiger Rahmen für den Abschied von unseren Lieben sein. Bestattungen mit Urnen können verschoben werden bis wieder normaler Betrieb möglich ist. Bitte wenden SIe sich dafür an das Bestattungsinstitut der Stadt Neustadt (Tel 09568 3483).
 
In den besonderen Zeiten jetzt finden Sie auf dieser Seite immer mal geistliche Gedanken und die jeweils aktuellen Regelungen. 
Viele Grüße und bleiben Sie behütet! 
Für den Kirchenvorstand - Pfarrerin L. Meyer zu Hörste
 
Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zumBesten dienen lassen. 
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. 
Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wiruns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. 
In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein, 
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Schicksal ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. 
Dietrich Bonhoeffer
 
26.03.2020 Meine Zuversicht ist bei Gott
Warum aufs Wanken verzichten? Wer sich ein wenig mit Statik auskennt, weiß, dass flexible Dinge viel stabiler sind als starre. Hochäuser müssen etwas wanken, wenn der Wind weht. Wer auf den Füßen steht, ist ständig in ganz leichter Bewegung. Nur wer wanken kann, kann auch fest stehen. Sicher weiß auch der Mensch, der Psalm 62 zuerst gebetet hat, wie wichtig es ist, flexibel zu sein. Aber er weiß auch, wie wichtig ein stabiler Untergrund zum Stehen ist. Und er weiß, wie schwer es ist, wenn die Seele wankt und unruhig ist. Wirklich fallen tut man, wenn man keinen innerlichen Halt findet. Die Botschaft von Psalm 62 ist: Mach dir immer wieder klar, dass du nicht in der Luft hängst, sondern dass du auf festem Grund steht. Wenn du Gott unter deinen Füßen weißt, kannst du anfangen, ruhig zu werden. 
Frank Muchlinsky #ohnewanken
 
25.03.2020 Vom Sinn der Angst 
Angst nervt. Und macht uns fertig. Aber ursprünglich ist Angst etwas Gutes. Sie schützt uns davor, zu unbedacht zu handeln. Susanne Niemeyer hat ein Buch geschrieben "Mut ist Kaffetrinken mit der Angst". Darin unterhält sie sich mit ihrer Angst. Die Angst erklärt, dass sie nur helfen möchte und sich verantwortlich fühlt. Am Schluss einigen sie sich darauf, dass jetzt die Ich-Erzählerin auf die Angst aufpasst und nicht umgekehrt. Ich halte das für eine gute Idee. Die Angst soll nicht unser Leben verlassen, nur beherrschen soll sie es nicht.
"Fürchte dich nicht!" ist einer der häufigsten Sätze in der Bibel. Ich wünsche mir, dass es möglichst vielen Menschen gelingt, mit ihrer Angst zusammen Kaffee zu trinken.
LMzH
 
Hilfreiche Tipps und Weiterführendes gibt es auch auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland:
 
24.03.2020 Ein mutmachendes Beispiel, wie man die schwierige Situation gemeinsam bewältigen kann: 

In Marburg wurde gerade die Aktion Coronavirus Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen. Mehr als 350 Menschen machen schon mit! Unter dem Motto „Gemeinsam stehen wir die Pandemie durch“ sind an vielen Stellen Plakate aufgehängt mit Hilfsangeboten, Namen und Telefonnummern, an die man sich wenden kann: Einkäufe und Besorgungen, Hunde ausführen und Kinder betreuen – was gerade gebraucht wird. An anderen Orten kochen Bürgervereine Essen und stellen es alten Menschen vor die Tür. Und auch das finde ich nachahmenswert, wenn Leute, die Karten für ein Konzert gekauft haben, jetzt sagen: Nein, das Geld will ich nicht zurück. Ich möchte die freiberuflichen Musiker und Musikerinnen unterstützen, die jetzt keine Einkünfte mehr haben.

23.03.2020 Füreinander zu beten ist wichtiger denn je. Ich habe für heute ein Fürbittgebet ausgesucht.
Außerdem sammle ich Gebetsanliegen. Sie können mir gerne welche schicken. Ich bete im Stillen immer wieder dafür. Wer dazuschreibt, dass ich öffentlich dafür beten darf und soll, kann das am Samstag um 12 Uhr auf facebook auf der SEite "Evangelisc-lutherische Kooperationsgemeinde Wildenheid-Meilschnitz und Neustadt bei Coburg" verfolgen. Ich poste es dort.
 
GEBET WÄHREND EINER PANDEMIE
 
Mögen die, deren Alltag nun Einschränkungen unterliegt,
sich an die erinnern, deren Leben bedroht ist.
 
Mögen die, die zu keiner Risikogruppe gehören,
sich an die erinnern, die am stärksten verwundbar sind.
 
Mögen die, die den Vorteil von Heimarbeit haben,
sich an die erinnern, die sich Kranksein nicht leisten können und zur Arbeit müssen, um ihre Miete zu bezahlen.
 
Mögen die, die eine flexible Kinderbetreuung haben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind,
sich an die erinnern, die diese Möglichkeit nicht haben.
 
Mögen die, die Reisen absagen müssen,
sich an die erinnern, die keinen sicheren Zufluchtsort haben,
 
Mögen die, die etwas zurückgelegtes Geld in den Turbulenzen des Börsenmarktes verlieren,
sich an die erinneren, die gar keine Rücklagen haben.
 
Mögen die, die zu Hause in Quarantäne bleiben müssen,
sich an die erinnern, die kein Zuhause haben.
 
Während Furcht sich unseres Landes bemächtigt,
lass uns auf Liebe setzen.
Wenn wir uns körperlich nicht in den Arm nehmen können,
lass uns andere Wege finden, wie wir an unsere Nächsten weitergeben, dass Gott uns umarmt.
Amen.
 
Dieses Gebet von Cameron Wiggins Bellm wurde in der Facebook-Gruppe Holy Pandemic! Encouragement & Memes von Heidi Campbell‎ veröffentlicht und von Ralf Peter Reimann ins Deutsche übersetzt / übertragen. Gerne verbreiten.
 
22.03.2020 Laetare – Freuet euch, heißt es mitten in der Passionszeit.

Aber mit der Freude scheint es derzeit nicht weit her. Die Kontakte sind einge- schränkt. Das Leben findet nur noch im kleinen Kreis statt. Die Sorge um andere Menschen, um unsere Gesellschaft, um unser Land bedrängen uns.
Da hinein wird ein Strauß mit Zweigen und Bändern gestellt – ein Strauß der Freude mitten im Leid, ein Lätare-Strauß in der Passionszeit.
Der Strauß soll Freude machen, nicht nur ablenken. Er soll Freude machen, weil er uns gewiss macht, dass Gott selbst uns nahe ist im Leid, dass Christus mit uns leidet.
Drei Zweige hat der Strauß, drei Bänder und drei Brezen. Die Zweige mit den Knospen stehen dafür, dass das Leben siegt. Wir bleiben nicht gefangen im Leid und der Sorge, sondern bekommen Hoffnung und Zukunft. Die Bänder stehen für die noch kommenden Sonntage der Passionszeit – rosa für den Sonntag Lätare, auch „Klein-Ostern“ genannt, die violetten Bänder stehen für die Passionssonn- tage, die noch kommen. Die Brezen – in Form einer Acht – stehen für die Ewig- keit Gottes. Er ist da für uns und sorgt für uns – von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Normalerweise muss man den Laetare-Strauß verschenken, um anderen eine Freude zu machen und die Hoffnung auf Gott weiterzusagen. Das können wir derzeit nicht machen. Aber Sie können das Bild des Laetare-Straußes herun- terladen und weitergeben. Gewiss machen Sie damit anderen eine Freude und erzählen von Gottes Barmherzigkeit. - von Dr. Dorothea Greiner

 
22.03.2020: Noch ein interessanter Gottesdienst von heute:

https://www.youtube.com/watch?v=98T5Sky3bnI&feature=youtu.be

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag!

 
 
 
Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern. (Martin Luther zugeschrieben)
 
Nicht alles ist abgesagt...
Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt
 
Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt ...
(Quelle unbekannt)
 
Gebet
Gott,
du verbindest uns Menschen.
In Angst und Unsicherheit werden wir uns nah.
Plötzlich sind wir Nächste, die wir es gestern noch nicht waren. Wir teilen Fragen und Sorgen,
Nicht-Wissen und doch Ahnen, was da kommen kann. 
Die einen mögen bewahrt bleiben.
Andere werden um ihr Leben kämpfen.
Gelassen und voller Sorgen könnte unser Alltag werden.
 
In den kommenden Wochen und heute schon
bitten wir für alle Kranken und die es werden, 
die Angst haben, dass der Virus sie erreicht, 
für alle Ärztinnen und Pflegenden, 
für die, die in diesen tagen um ihre Existenz bangen. 
 
Wir bitten dich, dass Du uns alle bewahrst in diesen
schweren Zeiten, 
sei Du der, der uns eint,
als die, die glauben und auch die, die es nicht tun.
Wir Menschen sind verbundene,
aufeinander angewiesene, miteinander Helfende.
Du verbindest uns Menschen, Gott. Amen
 Von Lars Hillebold, Referat für Gottesdienst in der EKKW
 
 
 

Die große Unterbrechung

Gepostet am 12. März 2020 von Christian Wolff auf wolff-christian.de. Christian Wolff war federführend beteiligt an den Montagsgebeten im Vorfeld der Öffnung der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten.

Als Anfang des vergangenen Jahres die FridaysForFuture-Bewegung ihre ultimativen Forderungen zum Klimaschutz mit zunehmender Dynamik in die Öffentlichkeit trug und dabei von führenden Wissenschaftler/innen Unterstützung erfuhren, zeigte sich auf der politischen Ebene Verunsicherung, Unvermögen, Abwehr. Im Ergebnis wurden die Forderungen der Klimaschützer/innen wenn überhaupt nur ansatzweise in politische Entscheidungen umgesetzt. Das lag vor allem daran, dass Parteien und Regierungen versucht haben, Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen, die den Bürger/innen suggerieren sollten: keine Angst, es ändert sich am Wohlstand nichts. Doch damit hat die Politik nur einen Reflex in der Bevölkerung aufgegriffen: Klimaschutz ja, solange er nicht zu wirtschaftlichen oder sozialen Einbußen führt. Das kann aber nicht funktionieren. Denn der dramatische Klimawandel und seine weltweit sehr ungleich verteilten, katastrophalen Auswirkungen sind eine Folge unserer exzessiven Lebensweise. Im Umkehrschluss heißt dies: Er lässt sich nur aufhalten, wenn wir die Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Energieversorgung, den Konsum den Erfordernissen des Klimaschutzes anpassen. Doch wer ist dazu freiwillig bereit? Eine Frage, die sich weniger an die Regierenden als viel mehr an jeden Einzelnen richtet.

Nun ist aber Anfang dieses Jahres etwas eingetreten, was sich in der Menschheitsgeschichte immer wieder ereignet: Wenn wir Menschen nicht willens und/oder in der Lage sind, die notwendigen politischen, ökonomischen, sozialen Veränderungen zu vollziehen, um Fehlentwicklungen zu stoppen, und im Status quo gefangen bleiben, dann treten Entwicklungen ein, die scheinbar mit den Ursachen der Verwerfungen wie dem Klimawandel nichts zu tun haben – wie das Corona-Virus, das sich seit Monaten weltweit in die Gesellschaften frisst. Dieses Virus hat schon jetzt dazu geführt, dass im globalen Maßstab die Produktivität sinkt, weniger transportiert, konsumiert, gereist und geflogen wird, die Finanzmärkte in Schieflage geraten – mit der positiven Folge, dass in diesem Jahr der CO 2 Ausstoß drastisch sinken wird. Damit wird in den kommenden Monaten mehr für den Klimaschutz erreicht, als es je ein Gesetz oder internationale Vereinbarungen vermocht hätten. Allerdings: Dies wird auch gravierende negative Begleiterscheinungen zeitigen, insbesondere im Blick auf die Liquidität von Unternehmen, die Erwerbstätigkeit vieler Menschen und den sozialen Absicherungen.

Was aber deutlich wird: Das Korona-Virus hat schon jetzt zu einer tiefgreifenden Unterbrechung globaler Abläufe geführt – und dies in einer Welt, die zum Sklaven der unerbittlichen Pausenlosigkeit ihrer Abläufe geworden ist. Hinzu kommt, dass Menschen in allen gesellschaftlichen Schichten der Biorhythmus, der Wechsel von Tag und Nacht, von Werktagen und Sonntag, der Wechsel der Jahreszeiten und die Phasen einer Entschleunigung abhandengekommen sind. Alles zu jeder Zeit, an jedem Ort, sofort – das ist nicht nur eine Möglichkeit, die uns die digitale Vernetzung eröffnet; es ist gleichzeitig eine betrügerische Versuchung, Allmachtsphantasien auszuleben. Doch das kann auf Dauer nicht funktionieren. Mit dem Corona-Virus wird uns jetzt eine Unterbrechung, die wir uns aus dem Alltag wegorganisiert haben, kollektiv verordnet. Nach und nach kommt das gesellschaftliche, kulturelle, sportliche, touristische Leben zum Erliegen – mit enormen wirtschaftlichen Nebenwirkungen. Die Frage kann aber nicht nur sein: Wie lange wird das andauern und welche Dynamik wird diese Entschleunigung noch entwickeln? Wir werden uns vor allem zu fragen haben: Wie wollen wir in Zukunft Arbeit, Freizeit, globales Zusammenleben so gestalten, dass wir wieder im Einklang mit dem Biorhythmus leben und das ernst nehmen, was zum irdischen Dasein gehört: die Verletzbarkeit, Endlichkeit und Vergänglichkeit alles Lebens.

Es ist das eine, jetzt die große Unterbrechung politisch zu organisieren und die ökonomischen, sozialen Folgen abzufedern. Das andere ist, entscheidende Fragen zuzulassen. Allerdings: Wer das Corona-Virus dazu benutzt, der Nationalisierung der Politik, dem Wiederaufleben der Grenzen, einem autokratischen System das Wort zu reden, oder wer für die Verbreitung des Corona-Virus Migranten verantwortlich machen will und religiös-politische Verschwörungstheorien verbreitet, dem sollte im öffentlichen Diskurs keinen Raum gegeben werden. Denn das ist politisch gefährlicher Unsinn. Darum sollten wir in dieser Krise die Chance zur Entschleunigung nutzen, um so Raum und Zeit zu gewinnen für das, was jetzt nottut: Rückbesinnung auf Utopie und Empathie, auf unsere Hoffnungen und die uns Menschen mögliche Nächsten- und Feindesliebe. Beides ist in der Atemlosigkeit des globalen Turbo-Lebens (Turbo-Kapitalismus ist nur ein Teil davon) unter die Räder gekommen. Schließlich geschieht – jetzt vom Corona-Virus überlagert – noch etwas anderes, was nichts mit Entschleunigung zu tun hat: Der Krieg in Syrien, geführt, zugelassen, ermöglicht von den USA, Russland, China, Europa und ihrem elenden Waffenhandel; das unvorstellbare Elend von Millionen Geflüchteten in Idlib; die menschenunwürdigen Flüchtlingslager auf Lesbos und das kollektive Wegschauen in unserem Land, das uns noch nicht einmal das Selbstverständliche tun lässt: kranke, alleinstehende Kinder aufzunehmen.* Mitten in der Passionszeit werden wir live Zeug/innen davon, was das Leiden ausmacht: Wir nehmen uns nicht einmal in der verordneten Entschleunigung die Zeit, um uns des kollektiven Verbrechens bewusst zu werden und aktiv einzugreifen – mit Hoffnung und Empathie. Doch genau das ist unsere Aufgabe, wenn wir in diesen Wochen die Passion Jesu bedenken. Wir können wieder lernen, was Utopie und Empathie bedeuten und wozu sie uns veranlassen: lebenswerte Aussichten jenseits von Krankheit, Tod und Verderben gewinnen und mit diesen dem leidenden Menschen tatkräftig empathisch, helfend, liebend begegnen. Bedenken wir: Wirklich groß, d.h. bedeutsam wird die jetzige Unterbrechung nur dann sein, wenn wir Utopie und Empathie erneuern, also Ostern zulassen – der große Einspruch gegen Leiden und Turboextistenznach Jesu Tod am Kreuz.**

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* Wie peinlich ist es, dass der Freistaat Sachsen sich „großzügiger Weise“ dazu bereit erklärt, 20 (!) Flüchtlingskinder aufzunehmen!

** Kein Geringerer als Johann Sebastian Bach macht das in der h-Moll-Messe deutlich mit der Pause zwischen dem sich im Nichts verlierenden „et sepultus est“ und  dem triumphierenden „Et resurrexit“ – eine radikale Unterbrechung zwischen Tod und Leben. Was dann folgt, ist ein Aufruf zur Utopie und Empathie.

 

 

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wissenwertes über die Geschichte unserer Friedenskirche.
Aber auch über unsere Kirchengemeinde mit seinen Einrichtungen, Gruppen und Kreisen.
 

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